Barrierefreiheit geht uns alle an

DSC_2351-01„Der Ibbenbürener Bahnhof ist seit Jahren das Negativbeispiel in der Region, wie die Deutsche Bahn AG mit Behinderten, Müttern mit Kinderwagen und älteren Menschen umgeht,“ schimpfte Achim Tangelder anlässlich eines Treffens mit SPD-Bürgermeisterkandidat Dr. Marc Schrameyer, SPD-Landratskandidat Dr. Stefan Giebel und SPD-Fraktionsvorsitzendem Hermann Hafer im Ibbenbürener Bahnhof.

DSC_2351Tangelder, seit einigen Jahren auf den Rollstuhl angewiesen, würde gerne häufiger die Bahn nutzen. Dieses geht aber nicht. Er erreicht in Ibbenbüren nur das Gleis 1 mit den Zügen nach Osnabrück. Auf das Gleis 2, zu den Zügen nach Rheine kommt er erst gar nicht. Und vor allem kommt Tangelder, würde er denn mit dem Zug nach Osnabrück fahren, nicht wieder nach Hause, da die Züge aus Osnabrück bekanntlich auf Gleis 2 halten. Auch für Mütter mit Kinderwagen oder ältere Menschen mit viel Gepäck wird die Bahnfahrt in Ibbenbüren zur Tortur. Es fehlt schlicht an einem Aufzug.

SPD-Bürgermeisterkandidat Dr. Marc Schrameyer kritisierte mit deutlichen Worten die Deutsche Bahn AG. Ibbenbüren tauche auf der Landkarte der Deutschen Bahn offenbar nicht mehr auf. Überall würden die Bahnhöfe saniert und renoviert, nur in Ibbenbüren passiere nichts. Schäden würden nicht mehr behoben. Der Bahnhof müsse dringend saniert werden, so Schrameyer. Er begrüßte insoweit ausdrücklich die Initiative von Achim Tangelder, der es sich als stv. Bundesvorsitzender der AG Selbst Aktiv auf die Fahnen geschrieben hat, gerade das Thema Barrierefreiheit gezielt in die Öffentlichkeit zu rücken. Schrameyer und Giebel sagten ihre Unterstützung zu. Es wird in den kommenden Wochen weitere Gespräche geben.

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