Feuerwehr gehört zur Daseinsvorsorge

DSC_1460Dr. Schrameyer und Dr. Giebel informieren sich

Wenn es brennt, wird ganz selbstverständlich die 112 gewählt. Dann kommen mutige Frauen und Männer, um die Brände zu löschen. Sie kommen aber auch, um umgestürzte Bäume zu räumen oder der Katze vom Baum zu helfen. Doch ist das alles so selbstverständlich? Vor welchen Herausforderungen stehen die zahlreichen ehrenamtlichen Kräfte tagtäglich im Kreis Steinfurt? Was sind die Sorgen und Nöte der Einsatzkräfte? Und: Wie kann die Kommunalpolitik ihnen helfen?

Diesen Fragen gingen der SPD-Bürgermeisterkandidat Dr. Marc Schrameyer, der SPD-Landratskandidat Dr. Stefan Giebel und einige Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion nach. Sie sprachen daher mit dem Kreisbrandmeister und seinen beiden Stellvertretern, ihres Zeichens Ehrenbeamte des Kreises Steinfurt. Im Ibbenbürener Hotel Leugermann kamen der Kreisbrandmeister Reinhard Meyer, Ralph Meier und Werner Henrichsmann mit den Sozialdemokraten ins Gespräch.

Dass der Kreis Steinfurt der zweitgrößte Flächenkreis Nordrhein-Westfalens ist, hat ganz konkrete Auswirkungen für die Arbeit der Rettungskräfte. So ist die sogenannte Acht-Minuten-Regel schwerer einzuhalten als anderswo. „Wenn man allein die Strecke von Laggenbeck bis Uffeln nimmt, merkt man, wie groß unsere Stadt eigentlich ist“, merkte Schrameyer an. Das führe unweigerlich zu verschiedenen Schwierigkeiten. „Was passiert zum Beispiel, wenn auf einmal eine Straße gesperrt wird? Wie kann dann doch gewährleistet werden, dass die Feuerwehr in acht Minuten am Einsatzort sein kann?“, wollte auch Landratskandidat Giebel wissen.

Wichtig sei, so Reinhard Meyer, dass eine hinreichende Ausstattung der Kräfte sichergestellt sei. Es gehe ihm konkret um Ersatzanschaffungen von kreisweit vorgehaltenen Spezialfahrzeugen. Hier seien auch schon die nötigen Gespräche mit der Verwaltung geführt worden. Allerdings seien die Anschaffungen bis dato immer wieder geschoben worden. Es bestehe mittlerweile dringender Handlungsbedarf.

Sein Stellvertreter Ralph Meier sprach noch einen Wunsch an: „Wir sollten uns in puncto EDV weiter entwickeln. Die Technik ist schon da. Wir müssen sie nutzen, um unsere Einsätze zu optimieren.“ Werner Henrichsmann ergänzte, dass immer noch per Fax kommuniziert werde und die meisten Notizen handschriftlich erfolgen. „Das kann im digitalen Zeitalter doch sicher auch anders funktionieren“, sagte er.

Nachwuchsprobleme gebe es zurzeit keine, versicherten der Kreisbrandmeister und seine Stellvertreter. Was die Freistellungen angehe, so sei dies in der Regel kein großes Problem, obschon es auch hier noch an der ein oder anderen Stelle Optimierungsbedarf gebe.

Marc Schrameyer und Stefan Giebel sagten den Feuerwehrleuten ihre volle Unterstützung zu. „Wir werden uns um Ihre Sorgen und Nöte kümmern“, machte Schrameyer die gemeinsame Position der beiden Sozialdemokraten deutlich. „Schließlich gehört die Feuerwehr ganz selbstverständlich zur Daseinsvorsorge, die es zu fördern gilt. Da führt kein Weg daran vorbei.“

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