Jugend

Jugendkultur.

Ibbenbüren ist eine junge Stadt. Ibbenbüren ist eine Stadt mit überdurchschnittlich vielen Kindern und Jugendlichen, eine Stadt mit einer eigenen Jugendkultur. Ibbenbüren hat es im Jahr 2012 sogar zum Titel „Kinder & Jugendkulturhauptstadt“ gebracht, verliehen von der Landesvereinigung Kulturelle Jugendarbeit Nordrhein-Westfalen. Wir haben ein sehr gutes Angebot für Kinder und Jugendliche. Das will ich im Bestand sichern und weiter ausbauen. Jugendliche brauchen Orte, wo sie sich treffen können.

Jugendliche, die ihre Freizeit aktiv gestalten und gemeinsam etwas unternehmen wollen, will ich weiterhin unterstützen, denn davon profitieren wir alle. Die Skateanlage und auch die Dirtbike-Bahn am Aasee sind gelungene Projekte, die zeigen, was Eigeninitiative und die nötige Unterstützung der Stadt möglich machen kann. Davon brauchen wir mehr.

Ehrenamt und Kultur.

Kinder- und Jugendarbeit in den Sportvereinen, kirchliche Jugendarbeit, Musikschule und Volkshochschule, aber auch QuasiSo Theater, Jugendkunstschule und Scheune, THW, DRK, DLRG und viele andere Verbände und Einrichtungen bieten ein reichhaltiges Programm, das von vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern getragen wird. Das will ich erhalten. Deshalb sind gerade die Anerkennung der Ehrenamtlichen und deren Ausbildung besonders wichtig. Die Arbeit der Ehrenamtlichen braucht unsere Unterstützung. Hier darf nicht gespart werden.

Sportstadt.

Ibbenbüren muss eine Sportstadt bleiben. Ziel muss es sein, gerade in den Zeiten von G8 und Ganztagsbetrieb an den Schulen neue Wege zu gehen, damit Kinder und Jugendliche weiterhin Sport in den Vereinen treiben können. Die Vereine leisten wertvolle Jugendarbeit, die ich auch weiterhin fördern will.

Buntes Ibbenbüren.

Ibbenbüren ist auch eine bunte Stadt. In Ibbenbüren leben Kinder und Jugendliche unterschiedlichster Herkunft friedlich zusammen. Ibbenbüren wird zudem jedes Jahr etwas bunter. Dazu tragen die aus aller Welt zu uns kommenden Familien mit ihren Kindern bei. Dieses ist eine Chance für Ibbenbüren, gemeinsam zu wachsen. Integration und Beratung auf der einen Seite und Toleranz und Verständnis auf der anderen Seite sind dafür unerlässlich.

Meine Ziele.

Ich verstehe Jugendliche als Heranwachsende, die ihr Leben selbst gestalten wollen und können und dafür geeignete Rahmenbedingungen und Unterstützung vorfinden müssen. Jugendliche sind Experten in eigener Sache, die ich in unsere politischen Entscheidungen einbinden will. Ich habe dafür einige generelle Ziele meiner zukünftigen Politik für Ibbenbüren formuliert:

 

  1. Mein Ziel ist es, allen jungen Menschen Perspektiven zu geben. Jeder muss die Chance haben, seine Talente zu entdecken und seine Persönlichkeit zu entwickeln, unabhängig von Geschlecht, sozialen, kulturellen oder ethnischen Unterschieden. Wir brauchen Jugendliche, die verantwortungsvoll, couragiert, sozial engagiert und initiativ sind.

 

  1. Jugendliche brauchen Zeit und Raum für Entwicklung. Dazu brauchen sie Freiräume. Diese müssen wir ihnen zeigen und auch nachhaltig gewähren.

 

  1. Gute Jugendpolitik gibt Rückhalt. Damit junge Menschen ihre Persönlichkeit entwickeln können, damit sie ihre Freiräume nutzen können, müssen sie frei sein von existenziellen Sorgen und Nöten.

 

  1. Kinder und Jugendliche haben Rechte. Wir machen heute für Kinder und Jugendliche Politik. Wir bestimmen aber auch maßgeblich deren Zukunft in Ibbenbüren. Ich habe mir daher vorgenommen, jede politische Maßnahme auch immer unter Berücksichtigung der Interessen von Kindern und Jugendlichen zu betrachten.

 

  1. Gute Jugendpolitik ist für junge Menschen, von und mit ihnen. Ich nehme junge Menschen mit ihren Erfahrungen und Wünschen, ihren Sichtweisen und Problemen ernst. Dieses ist in der Kommunalpolitik leider noch nicht immer der Fall. Es fehlt oftmals noch an der Beteiligung junger Menschen. Wir haben einen Seniorenbeirat aber keinen „Kinder- und Jugendbeirat“. Die Heranführung junger Menschen an politische Entscheidungsprozesse ist der Schlüssel für eine zukunftsweisende Jugendpolitik. Es geht darum, Gestaltungsmacht zu teilen und Gestaltungsoptionen aufzuzeigen. Ich will gemeinsam mit den Jugendlichen die vorhandenen Beteiligungsformen weiter entwickeln.

 

  1. Gute Jugendpolitik fördert vielfältige Lebensläufe. Wir brauchen breit aufgestellte Bildungs-, Ausbildungs- und Arbeitsplatzangebote, damit Ibbenbürener Jugendliche ihren Lebensweg selbstbestimmt gehen können und vor allem auch ihre Zukunft in Ibbenbüren finden.

 

  1. Zum guten Aufwachsen brauchen junge Menschen verlässliche Strukturen und gute Angebote. Dazu gehören Angebote zur Bildung und zur Freizeitgestaltung, die Sicherstellung von Mobilität, Zugang zum Internet u.v.m. Für mich ist dabei klar: Orte der Jugendarbeit gehören genauso wie Kita und Schule zur Grundversorgung.

 

  1. Nach wie vor existieren unterschiedliche Rollenzuweisungen an Mädchen, Frauen, Jungen und Männer. Das können wir nicht gebrauchen. Gleichberechtigung setzt auf allen Ebenen an.

 

  1. Ich will die zukünftige Jugendpolitik der Stadt thematisch breit aufstellen. Sie muss Themen bearbeiten, die für junge Menschen und ihre Lebenswelten aktuell oder künftig Bedeutung haben. Entscheidend ist, dass Jugendpolitik sich als Interessenvertretungspolitik für junge Menschen versteht.

 

  1. Eine gute Jugendpolitik muss flexibel bleiben. Denn die Bedingungen, unter denen junge Menschen heranwachsen, sind im Fluss. Die Jugendkultur verändert sich stetig. Was gute Jugendpolitik ausmacht, muss deshalb ständig neu erprobt werden. Ich will diesen Dialog suchen und führen.

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