Wirtschaft: Masterplan Zukunft.
Gute Aussichten.

Wissen Sie noch, was 1988 war? Loriots „Ödipussy“ flimmert das erste Mal über die Leinwand, Werder Bremen wird Deutscher Meister und Steffi Graf steht mit dem Sieg bei Olympia und dem „Golden Slam“ auf dem Zenit ihres Erfolges. In Ibbenbüren sind 4.409 Bergleute auf dem Bergwerk und viele weitere tausend Mitarbeiter in Betrieben beschäftigt, die vom Bergwerk wirtschaftlich abhängig sind. Und wäre es nicht am 11. Dezember 1987 in einer der vielen Kohlerunden zu einem für den Bergbau schmerzhaften Ergebnis gekommen, das aber den Weiterbetrieb der Zechen in Deutschland erstmal sicherte, hätte auch in Ibbenbüren 1988 Schicht im Schacht sein können. Und dann? Sehr viele wären arbeitslos geworden. Für Ibbenbüren wäre das eine Katastrophe gewesen.

Gute Aussichten

Heute wissen wir, dass es zum Glück anders gekommen ist. Dank der Tüchtigkeit unserer Bergleute vor Ort hat die RAG Anthrazit GmbH sogar zu den letzten beiden Steinkohlezechen in Deutschland gehört, die den Betrieb erst Ende 2018 eingestellt hat. Mit dem Ende des Bergbaus ging keine Laterne aus, es wurde kein Bürgersteig hochgeklappt. Kein Bergmann fiel ins bergfreie. Heute haben wir die sprichwörtlichen guten Aussichten, die es zu nutzen gilt. Jetzt geht es darum, Tradition und Erbe zu bewahren und Raum für Neues zu schaffen. Es geht darum, die ehemaligen Bergwerksflächen zu attraktiven Gewerbe- und Industrieflächen entwickeln. Das schafft Raum für neue Ideen. Die nötigen Voraussetzungen dafür haben wir in den letzten fünf Jahren geschaffen. Mehr dazu >>>

70 ha Fläche sind in NRW ein Alleinstellungsmerkmal

Gut 70 ha Fläche ehemaliger Bergwerksflächen an der Osnabrücker Straße werden wir in den kommenden Jahren zu attraktiven Gewerbe- und Industrieflächen für die regionale und überregionale Wirtschaft entwickeln. Diese Flächen sind in Nordrhein-Westfalen fast einzigartig, da es kaum noch große, zusammenhängende Flächen gibt, die auch größere Ansiedlungen zulassen. Die Nachfrage nach Flächen ist in der Region, aber auch in NRW ungebrochen groß. Allein 41 ha hat Ibbenbüren in den letzten fünf Jahren vermarktet. Dieses zeigt, wie attraktiv und erfolgreich der Wirtschaftsstandort Ibbenbüren ist. Wir haben daher gute Aussichten, diese auch gut zu vermarkten.

Musterhaft

Wie wir in Ibbenbüren das Ende des Bergbaus begleiten, wird mittlerweile bundesweit als vorbildhaft gelobt. Ibbenbüren war die einzige Stadt, die mit dem Ende des Bergbaus die Planungen für die Zeit danach schon fertig hatte. Der Masterplan zur Entwicklung der ehemaligen Bergwerksflächen wurde in 2018 beschlossen und gleichzeitig das Bauleitplanverfahren begonnen. Seit 2015 wurden hierfür 1,05 Mio. Euro Fördermittel vom Land und weitere 1,3 Mio. Euro von der EU eingeworben.

Ansiedlung von Forschungseinrichtungen und den Stadtwerken

Es ist ein starkes Signal für die Wirtschaft, dass der Zuschlag für die Ansiedlung des Batteriezellenforschungszentrums auf der ehemaligen Bergwerksfläche fiel. Es ist auch deshalb ein besonderer Erfolg, weil Ibbenbüren damit auch Hochschulstandort wird. So wird es neben der Frauenhofer-Einrichtung auch Ansiedlungen der FH Münster und der Uni Münster geben. Ebenso ist die Ansiedlung der Stadtwerke Tecklenburger Land auf den ehemaligen Bergbauflächen ein großer Erfolg für Ibbenbüren. Diese Kombination wird neue, attraktive Unternehmen anziehen und neue Arbeitsplätze mit Zukunft schaffen.

So wie ich das sehe, haben wir gute Aussichten, den wirtschaftlichen Wandel zu einer weiteren Erfolgsgeschichte für Ibbenbüren zu machen. Und an dieser Geschichte will ich weiter mitschreiben. Denn sie ist unglaublich spannend!

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