Masterplan Grün – und gut.

Wussten Sie, dass unsere Städte nur zwei Prozent der globalen Landfläche einnehmen, aber schon jetzt weltweit mehr als die Hälfte aller Menschen in Städten und urbanen Ballungsräumen, in Europa sind es sogar rund drei Viertel der Bevölkerung – Tendenz steigend – lebt? Etwa 60 Prozent aller Deutschen leben in mittelgroßen und großen Städten ab 20.000 Einwohnern – wie Ibbenbüren. Ganz besonders in den Städten werden aber zunehmend die großen Herausforderungen unserer Zeit wie in einem Brennglas sichtbar: Klimaschutz, Energiewende, wirtschaftliche und demographische Entwicklung, Flächenverbrauch, Verkehr uvm. Der vorausschauende Umgang mit diesen Themen wird unser Leben in der Stadt maßgeblich beeinflussen. Ich setze auf aktives Gestalten, statt auf Abwarten.

Das grüne Hoch im Münsterland.

Bäume und Sträucher, Hecken, Blumen und Wiesen – Grün macht unsere Städte attraktiver und lebenswerter. Stadtgrün reguliert die Temperatur, reinigt die Luft und wirkt sich damit positiv auf das Stadtklima und auf unsere Gesundheit aus. Es bietet Lebensraum für Tiere und Pflanzen und unterstützt die biologische Vielfalt in der Stadt. Und Ibbenbüren hat viel Grün zu bieten, wie der Blick auf das Luftbild zeigt. Aber auch wir verlieren immer wieder Grünflächen durch eine fortschreitende Bebauung. Deswegen gilt es neben dem ökologischen Ausgleich, den wir als Kommune bei jeder Überplanung von noch nicht bebauten Flächen schaffen müssen, auch gerade die vorhandenen kommunalen Grünflächen in den Blick zu nehmen.

Ökologische Aufwertung der Grünflächen und der Ibbenbürener Aa

Mit einem Masterplan Grün werden wir die ökologische Aufwertung unserer städtischen Grünflächen vorantreiben. Ibbenbüren ist das grüne Hoch im Münsterland mit vielen kommunalen Grünflächen. Leider ist der Zustand der Flächen nicht immer so, wie man es sich wünschen würde. Deswegen brauchen wir einen Masterplan Grün, der nicht nur Pflegestandards definiert, sondern ebenso die Frage beantwortet, welche Grünflächen ökologisch aufgewertet werden können. In Zeiten eines immer größer werdenden Artensterbens müssen gerade auch städtische Grünflächen ihren Beitrag zum Erhalt leisten. Mein Ziel ist es, auch die Ibbenbürener Aa ökologisch aufzuwerten. Die Ibbenbürener Aa muss, wie schon in Teilen erfolgt, weiter renaturiert werden. Am Einlauf zum Aasee soll zudem nach gleichen Kriterien ein neuer Sandfang auf dem alten Spülfeld gebaut werden

Investitionen für unsere Kinder

Zu unseren kommunalen Grünflächen gehören aber nicht nur Wegesränder, Wiesen und Wälder. Zu diesen gehören auch unsere Spielplätze. Aus denen wollen wir wieder wahre Spieloasen im Grünen machen, die sie lange nicht mehr waren. 2015 haben wir uns die Spielplätze angesehen. Der überwiegende Teil war alt und sanierungsbedürftig. Deswegen haben wir 2016 die Spielplatzleitplanung erarbeitet. Ziel ist es, dauerhaft ausreichend qualitativ hochwertige Spielplätze in der Stadt für alle Altersgruppen zur Verfügung zu stellen. Und das gelingt uns auch. Seit 2016 sind bereits 11 Spielplätze saniert worden und weitere 7 folgen in 2020/2021. Das Besondere dabei: Bei jeder Sanierung laden wir die Kinder aus dem Umfeld des Spielplatzes ein und überlegen mit diesen gemeinsam die neue Gestaltung.

Frische Farbe für die gute grüne Stube

Manchmal muss selbst die gute Stube renoviert werden. Und genau das tun wir derzeit. Wir werten unsere gute grüne Stube, den Aasee und den Mühlenteich, mit diversen Maßnahmen für rd. 3 Mio. Euro auf. Wir sanieren die Wege und Spielplätze, verbessern die Aufenthaltsqualität durch tolle neue Bankstandorte, Stege und Sitzgelegenheiten in und am Wasser, schaffen einen neuen tollen Outdoorsportpark mit Mini-Pump-Track und Calisthenics-Anlage und sanieren den Skaterpark, die Dirtbike-Anlage wie auch die Wegeverbindung bis zur Groner Allee.

So wie ich das sehe, sind gerade die Investitionen in unser Stadtgrün Investitionen, die uns in allen Generationen zugute kommen. Mehr als gute Gründe, hier in den kommenden Jahren weiterhin Maßstäbe setzen.

Scroll to Top