Braucht das Klima wirklich Schutz?

Die Folgen des Klimawandels – wenn es ihn denn überhaupt gibt – sind doch gar nicht so schlimm für uns Deutsche. Ein bisschen mehr Sonne und Sommer ist doch prima und das bisschen CO2 mehr in der Luft lässt die Pflanzen ordentlich wachsen. Das regelt sich schon alles von selbst. Die Gretas dieser Welt übertreiben doch völlig…

Der Klimawandel ist Fakt

Kennen Sie auch solche Diskussionen am Stammtisch oder im Freundeskreis? Und? Sie ärgern sich? Mir geht es genauso! Der Klimawandel ist Fakt. Er ist menschengemacht. Und darüber gibt es auch keine Uneinigkeit in der Wissenschaft. 97% aller weltweit erstellten wissenschaftlichen Studien zum Klimawandel kommen zu dem Ergebnis, dass er menschengemacht ist. Zweifel daran schüren nur noch vereinzelte Lobbygruppen etwa aus der Ölindustrie.

Aber sinken die CO2-Emissionen nicht schon?

Gerne wird der Eindruck erweckt, es werde doch schon viel gegen den Klimawandel getan – meist verbunden mit dem Hinweis, dass der CO2-Ausstoß seit 1990 zurückgegangen sei. Das ist eine falsche Darstellung. Bis heute nimmt die Menge an Kohlendioxid zu, das Jahr für Jahr weltweit ausgestoßen wird. Insbesondere in China sind die Emissionen seit dem Jahr 2000 stark gestiegen. In der EU und in den USA sind sie zwar zuletzt leicht zurückgegangen, aber nicht genug.

Die Temperaturen steigen

Mehr CO2 in der Luft lässt die Temperaturen steigen und höhere Temperaturen führen wiederum zu mehr CO2 in der Luft. Das eine bedingt das andere. Und ein Ende ist nicht in Sicht. Ein Rekordsommer jagt den nächsten, die Grundwasserspiegel sinken, die Wälder sterben an Wassermangel und die Ernten vertrocknen auf den Feldern. Die Folgen der steigenden Temperaturen sind dramatisch – auch bei uns in Deutschland. Auch unsere Rekordsommer sind Teil der globalen Erderwärmung.

Photovoltaik heißt das Zauberwort

Gerade einmal 10% der für Photovoltaikanlagen geeigneten Dachflächen sind in Deutschland derzeit mit Photovoltaikanlagen belegt. In Ibbenbüren und im Kreis Steinfurt ist das nicht anders. Damit schlummert ein riesiges Potential zur Erzeugung regenerativem Stroms, dass anders als bei Windrädern niemanden stört und dass wir nutzen müssen. Heute erzeugen wir mit Photovoltaikanlagen zwischen 8 -10 % des verbrauchten Stroms in Deutschland. Allein mit den geeigneten Dachflächen wäre eine rechnerische Versorgung möglich. Der Betrieb von Photovoltaikanlagen bringt heute bessere Renditen als jede Kapitalanlage und ist ökologisch wie ökonomisch sinnvoll. Zudem spart jede Kilowattstunde Strom, die eine Photovoltaikanlage produziert, rund 621 Gramm CO2 ein. Uns was macht Ibbenbüren? Wir investieren massiv in den Klimaschutz. Wir treiben die energetische Sanierung aller kommunalen Gebäude voran. Wir bauen Photovoltaikanlagen und BHKWs. Wir stellen den kommunalen Fuhrpark auf alternative Antriebe um und machen die Kläranlage als größten städtischen Stromverbraucher klimaneutral. Wir werden allein in 2020 die aktuelle Leistung der städtischen Photovoltaikanlagen auf dann fast 900 kWp annähernd verdoppeln. Damit sparen wir pro Jahr fast 600 Tonnen CO2 ein.

Photovoltaik auf alle Dächer

Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern wollen wir Ibbenbüren klimaneutral machen. Und das vorrangig mit der Photovoltaik. Wir haben mit unserer Klimaoffensive 2020 ein neues Förderprogramm aufgelegt, mit dem wir den Bau von Photovoltaikanlagen und Stromspeichern bezuschussen. Wir haben aber auch für alle Häuslebauer und Gewerbetreibenden, die von der Stadt ein Grundstück erwerben, die Pflicht eingeführt, eine Photovoltaikanlage auf dem Dach zu errichten. So wollen wir schnell den Ausbau der Photovoltaik vorantreiben.

Weitere Maßnahmen im Verkehrsbereich

Neben der vollständigen Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED müssen wir auch die Ladeinfrastruktur für eAutos in Ibbenbüren mit den Stadtwerken Tecklenburger Land weiter ausbauen. Die zu sanierenden Parkhäuser und Tiefgaragen bieten da hervorragende Möglichkeiten.

So wie ich das sehe, wird es uns nur gemeinsam gelingen, das Klima zu retten. Aber es wird uns gelingen. Dafür stehe ich.

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