Wenn es nicht nur sauber, sondern…

Sie kennen alle diese Werbesprüche. Tief in den hintersten Winkeln des Gehirns verstecken Sie sich, um dann plötzlich wieder hervorzukommen, wenn uns irgendetwas an diesen Slogan erinnert. Wenn Klementine mal wieder mit der Latzhose unterwegs ist, eine bestimmte Person Käse aus Holland bringt, Tannenbäume aus Fenstern fliegen oder auch einfach nur eine Frau ihre Finger in Spülmittel taucht. Na? Hat es geklappt? Bilder im Kopf?

Emotionen wecken.

Marketing ist was Wunderbares aber auch Erschreckendes, wenn einem bewusst wird, wie subtil Botschaften in unserem Hirn verankert werden, wie vor allem Emotionen geweckt werden, wie wir – und man darf es ruhig so nennen – manipuliert werden. Ein vergleichbares Phänomen findet man heute auch in den sozialen Medien. Stichwort ‚Fake News‘. Diese werden vor allem dann in sozialen Netzwerken und Messengerdiensten beachtet und geteilt, wenn sie starke Emotionen hervorrufen. Negativen Emotionen kommt dabei deutlich mehr Aufmerksamkeit zu als positiven. Im Gehirn räumen wir evolutionär bedingt gefährlichen und schlimmen Nachrichten viel mehr Speicherplatz ein als guten Nachrichten. Dieses Phänomen machen sich Populisten zunutze: Falschmeldungen werden in reißerischer Aufmachung dargeboten und enthalten vereinfachte, starke Botschaften.

Fakten, Fakten…

Erlebt man manchmal – leider – auch in Ibbenbüren. Da führen dann ein überquellender Mülleimer nach einer nächtlichen Party, den der Baubetriebshof (BIBB) nicht unmittelbar geleert hat, zu aufgeregten Diskussionen in den sozialen Netzwerken über Sauberkeit und Ordnung, die ja offenbar nicht gewährleistet sei… Psychologisch nachzuvollziehen – siehe oben. Aber richtig? Nein! Denn dafür müsste man sich ja alle 571 (!) städtischen Mülleimer an Bushaltestellen, Parkplätzen, Kinderspielplätzen, Wegen und Plätzen und in der Innenstadt ansehen. Macht aber keiner. Es postet ja auch keiner Bilder von leeren Mülleimern. Der BIBB leert unsere Mülleimer teils täglich. Genauso wie er wilde Müllablagerungen beseitigt und die Straßen kehrt. Wo Mülleimer aufgestellt werden und in welchem Rhythmus diese geleert werden, entscheidet die Politik. Bislang lag der Fokus immer auf dem Aspekt des Sparens. Wenn sich Vertreter  einzelner Parteien nun zu Wahlkampfzeiten hinstellen und anderes fordern, ist dieses sicherlich legitim, aber an die alten Entscheidungen, die sie selbst getroffen haben, ist dann auch immer zu erinnern.

Sauberes Ibbenbüren.

Und wie sieht es sonst in Ibbenbüren aus? Gut sieht es aus! Und günstig ist es im Vergleich dazu. In Sachen Müllgebühren sind wir in NRW immer noch in der Spitzengruppe der günstigsten Müllentsorger – Platz 5 von 396 – und entlasten damit alle Bürger. Der BIBB entsorgt mit seinen hochmodernen Fahrzeugen mehr als 20.000 Tonnen Restmüll und Wertstoffe pro Jahr. Aber auch sonst kann sich die Leistungsbilanz des BIBB im interkommunalen Vergleich wirklich sehen lassen. Viele Kommunen blicken ein bisschen neidisch nach Ibbenbüren, wie gut und kostengünstig der BIBB hier seine Aufgaben erledigt. Zum Wohle aller Bürger.

Lebenswertes Ibbenbüren.

Wir alle wollen ein sauberes, gepflegtes und damit auch lebenswertes Ibbenbüren. Denn: Eine saubere Stadt ist eine sichere Stadt! Dafür müssen wir uns alle einsetzen. Und wir tun das als Stadt auch. Seit meinem Amtsantritt investieren wir wieder in unsere Infrastruktur. In unsere Plätze, Wege, Friedhöfe, unsere Grünbereiche wie den Aasee oder auch in unsere Spiel- und Sportplätze. Wir investieren aber auch in ein neues System von Abfallkörben und testen ein Hakensystem für gelbe Säcke an den Laternenmasten. Ebenso bereiten wir ein Maßnahmenprogramm gegen illegale Müllablagerungen und ein Pflegekonzept mit Pflegestandards für unsere kommunalen Grünanlagen vor, die wir zugleich ökologisch aufwerten wollen.

So wie ich das sehe, können wir gemeinsam für Ibbenbüren in Sachen Sauberkeit und Lebenswert immer noch mehr erreichen. Indem wir weiterhin in unsere Stadt investieren und gleichzeitig indem wir pfleglich mit dem umgehen, was unser aller Eigentum ist.

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