Stark in der Krise

Erinnern Sie sich noch an den 25. November 2005? An diesem Tag begann es – auch in Ibbenbüren – in den Morgenstunden zu schneien und es hörte den ganzen Tag nicht mehr auf. Der Verkehr kam zum Erliegen, die Stromversorgung brach immer wieder zusammen bis schlussendlich im westlichen Münsterland die Stromversorgung gänzlich zusammenbrach, da Strommasten wie Streichhölzer unter der Schneelast umknickten.

Krisenmanagement in Ibbenbüren

Hochwasser, Schneechaos, Stromausfälle, Terrorangriffe oder auch Pandemien: Kommunen können ganz unterschiedlichen Krisenszenarien ausgesetzt sein. Ich selbst habe zu meinen Studentenzeiten zwei Mal in Bonn im Hochwasser gesessen und konnte meine WG nur noch per Boot und Steg erreichen. In Bonn wie auch in allen anderen Fällen waren und sind dann Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei, Technisches Hilfswerk, DRK oder auch die DLRG im Einsatz, um uns in der Not zu helfen. Dieses zeigt uns immer wieder, wie wichtig unsere Rettungsdienste für uns sind und warum es Sinn macht, gerade auch in diese zu investieren, was wir in den vergangenen Jahren bereits deutlich getan haben.

Stab für außergewöhnliche Ereignisse

Doch gerade auch die kommunale Verwaltung spielt bei der Krisenbewältigung eine große Rolle. Fast alle Organisationseinheiten erledigen Fachaufgaben, die im Krisenfall besonders wichtig sind. Dieses muss auch im Krisenfall möglich sein. In Ibbenbüren wird im Krisenfall der von mir eingerichtete Stab für außergewöhnliche Ereignisse tätig und koordiniert kompetent die anstehenden Aufgaben. Erst jüngst in der Corona-Krise konnte sich der Stab bestens bewähren.

Notstromversorgung für kommunale Liegenschaften

Für uns geht es aktuell darum, die Arbeitsfähigkeit der Verwaltung auch in der Krise zu sichern. Daran hat bislang nie jemand so recht in Ibbenbüren gedacht. Daher werden jetzt die Rathäuser, der Baubetriebshof aber auch das Schulzentrum Ost mit einer leistungsfähigen Notstromversorgung ausgerüstet, die auch im Krisenfall den Weiterbetrieb sichert und mit dem Schulzentrum Ost zugleich eine geeignete Notunterkunft für eine etwaige Evakuierung bietet.

Stadtwerke und Wasserversorgungsverband

Parallel muss es uns darum gehen, mit den Stadtwerken Tecklenburger Land und dem Wasserversorgungsverband Tecklenburger Land Ibbenbüren und die Region gegen Krisen zu rüsten. Eine funktionierende Wasser- und Energieversorgung sind gerade in der Krise essentiell. Daher steht aktuell oben auf meiner Agenda, auch die Krisenpläne der Versorger zu evaluieren und etwaig nötige Maßnahmen – auch interkommunal – zu treffen.

Sicherheit und Krisenmanagement nach Plan

Da wir nicht davon ausgehen können, dass die Krisen weniger werden, wir eher davon ausgehen müssen, dass es mehr werden, muss es uns in den kommenden Jahren darum gehen, einen Masterplan „Sicherheit und Krisenmanagement“ zu entwickeln und die Fähigkeiten der Stadt zum und im Krisenmanagement weiter auszubauen. Dazu gehört für mich neben der Verbesserung der technischen Ausstattung auch die Bevorratung von Schutzmaterialien, die – wie wir gerade in der Pandemie erleben mussten, schnell zum knappen Gut werden – und anderen wichtigen Ausstattungsgegenständen, um etwa eine Notunterkunft schnell in Betrieb nehmen zu können.

Ob Flüchtlingskrise, Stürme, Starkregenereignisse oder jetzt auch die Corona-Pandemie – so wie ich das sehe, ist Ibbenbüren im interkommunalen Vergleich schon sehr gut aufgestellt. Aber besser werden kann man immer und dafür will ich mich in den kommenden Jahren weiter einsetzen.

Scroll to Top